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Hallo Leute!
Barfuß latscht Momo zum Schlitz vom Briefkasten, er pflegt dabei alles andere als zu hasten, die Morgenzeitung er herausklaubt und er streift Antonias Jacke, fast seiner schwachen Nerven beraubt. Heraus fällt eine Packung Zigaretten, er befragt seine Tochter in einem Ton, einem recht adretten: "Von wem hast du diese Lungenbrötchen erhalten?" "Von Paralellmitschülerin Melanie!", erklärt sie ihrem Alten! Iffi kommt dazwischen: "Aber sie hat nicht geraucht!" Auch die Rothaarige ist immens geschlaucht! Momo warnt seine Tochter vor Engels Machenschaften, bleibt das in Antonias Erinnerung wohl haften!?
Tanzen heißt jetzt die Devise, Helga und Andy üben daheim und befolgen also diese. Cha-Cha-Cha-Musik wird da gedudelt, der Plattenspieler klingt recht abgenudelt. Natürrrlich spielt Andy auf Gabis Füßen "Abstellgleis", sie wollen aber auch Helga aufnehmen in ihren Tänzerkreis. "Mensch Helga, hier ist eine Anzeige zum Tanztee vorliegend, da treffen sich Senioren und Seniorinnen überwiegend!" Doch Helga ist nicht so richtig begeistert, während Andy endlich seine ersten Versuchsschritte meistert! Neyla macht im Brook'schen Badezimmer mal klar Schiff. aber dieses wird bei Frau Doktor wohl nicht sein voller Siff. Neyla soll mal in die Küche kommen, hat sie durch Iris' Stimme vernommen. Dort wartet schon ihr arabischer Bekannter zum unterstützen, kann er ihr bei der Flüchtingsanhörung denn nützen?
Na, Helga hat doch im Schrank so einige Sommerkleider, die sie selten trägt, im Alter wird das weniger - leider! Gemustert mit Blümchen, Bienen, gestreift mit Punkten, sie probiert, bis ein paar Handyklingeltöne dazwischenfunkten. Es ist Hans(z), Helga fragt ihn: "Na, was geht?" Der sie in höchster Not anfleht: "Liebe Helga!", ist er verzweifelt am hoffen "Bitte komm zu mir, du musst mir machen ein Glasgefäß offen!" "Aber Hans(z), das ist doch keine Notfalllage! Nur dann kommt mein sofortiges Erscheinen in Frage!" "Doch bitte, liebe Helga, Anna ist entfernt so einige Meilen, du musst so schnell wie's geht, herbei eilen!" Helga versteht das, sie gibt sich einen Ruck - und ist bei ihrem Ex und das ruckzuck! Neyla mit dem Helfer im Schlepptau zur Bushaltestelle, Jamal kommt aus dem Bus, er wünscht seiner Mutter auf alle Fälle viel Glück, auch wenn sie dort nicht die Wahrheit erzählen soll, Neyla und der Bekannte finden die ganze Geschichte nicht so toll. Sie nennt sich nicht Neyla sondern Selima, die ganze Legende ist nicht so prima!
Für Hans(z) ist alles gut, es ist nicht zu spät, denn Helga hat das Marmeladenglas aufgedreht. "Oh Hans(z), du hast ja noch was von den Drogen!" Hans(z): Jepp, für paar Hanfblätter fühle ich mich nun bewogen. Mein Tremor ist heute wieder besonders stark..!" Das Helga gar nicht hören mag. "Soll ich einen Arzt benachrichtigen?" "Nein Helga!", kann er sie gerade noch beschwichtigen. "Bitte nur meinen Vaporisator auffüllen!" Helga kann sich nicht in Schweigen hüllen. "Hans(z), ist das nicht gänzlich unvorsichtig?" "Nein, meine Liebe, nur eins ist wichtig: Bitte fülle den Vaparisator mit 0,1 Gramm, und bitte von dir kein weiteres Tam-Tam!" Helga bemüht sich also insoweit, sie möchte vermeiden jedweden Streit!
Neyla samt Helfer nun im Flüchtlingsbüro, dort sind gerade viele Anhörungen und so. Ein Arabisch sprechender Dolmetscher, der sich erbötigt, wird laut Neyla aber nicht benötigt. Ein deutscher Beamter, wie aus dem Klischee, gießt sich vor Gesprächsbeginn erstmal ein eine Tasse Tee. Neyla soll ihre Fluchtgeschichte schildern, sie erzählt in phantasiereichen Schicksalsbildern. Am 06. Oktober 1980 geboren, fühlte sie sich zu folgendem auserkoren: Sie habe Frauen Unterschlupf geboten, die Lesben in Tunesien waren und denen große Strafen drohten. Neylas aka Samiras Begleiter ist nicht wohl in seiner Haut, ob der Beamte wirklich dieser Geschichte traut? Samira habe für das LKW-Opfer Medikamente geklaut. Der Beamte: "Für welche Krankheit denn?" Sie dumm aus der Wäsche schaut. Asthma!", lügt sie, doch der Beamte haut auf die Akte: "Hier steht es! Die tödlich verbrannte Frau hatte aber Diabetes!" "Werde ich jetzt bestraft?", fragt Neyla voller Scham, doch der Beamte ihr da zu Hilfe kam: "Null Problemo, aber man kann's ja mal versuchen, diese Sache können wir unter 'Mißverständnis' verbuchen. "Ihr 'Bruder', der im Knast sitzt, ist Ihr Gatte, diesen Verdacht unsere Behörde schon länger hatte!"
Momo streift mal wieder rund um Robert Engels Haus auf dem Land, Ein verwildertes Gelände, er hat einen Elektroschocker zur Hand. Er wartet unter einem Mammutbaum, er döst ein bisserl und fällt wohl in einen Tagtraum. Es dauert auch nicht lange, da kommt Engel angefahren, Momo versteckt sich schnell mit seinen langen Haaren. Robert steigt aus, er sitzt mit dem Rücken gewandt in Nähe von Momo, der muss sich tief bücken. Momo schleicht sich wie Winntou der Apatsche durch das Gelände voller Morast und Matsche. Fast hat er den Engel erreicht, nur noch einen Meter, dann hätte er erledigt den Übeltäter. Da, ach Mist, des Flohbus' Handy vibriert lautlos. Momos Ärger ist riesengroß. Es ist Iffi, er soll Antonia von der Schule abholen sofort, sie hat eine Fahrradpanne, Momo gehorcht aufs Wort!
Hans(z) ist aber voller Schwung, und fühlt sich frisch und fit und jung. Er flirtet mit Helga wie ein junger Galan, er hat wohl zuviel Stoff in seiner Blutbahn. er fragt nach Lösch, der Helga so verehrte, doch dann erfolglos ins Ruhrgebiet zurückkehrte. "Der wird von Ella stets beglückt,," Hans(z): "Ella?" "Das ist sein Kakadu!" Hans(z) ist entzückt. Helga erzählt ihm von Gabis Vorschlag, dass sie doch mit zur Tanzschule kommen mag. "Aber das ist doch phantastisch!", schwärmt Hans(z) so richtig plastisch. "Weißt du noch, wie glücklich wir waren, in den allerersten Ehejahren? Das habe ich dir nie erzählt, als Anna damals verschwand, wäre ich am liebsten mit dir wieder durchgebrannt!" Schöne Erinnerungen - und sie tanzen tatsächlich Cha-Cha-Cha recht flott, nicht gerade gemächlich. "Menno Hans(z), was bist du beschwingt!", Helga leicht um Fassung ringt. "Habe dir doch nur 1 Gramm Hanf gegeben um deine Kondition ein wengerl zu heben!" Hans(z): "Oh, da hast du mir zuviel gehäckselt und dann die Mengeneinheit verwechselt! Aber macht doch nix, ich fühle mich mit dir wie wild...! In erster Linie dein guter Wille gilt!" Sie tanzen sehr innig und sehr intensiv, dabei schauen sie sich in die Augen relativ tief... Sie tanzen eng aneinander geschmiegt, doch bald die Müdigkeit über seine Euphorie siegt Helga kann nur sagen: "Oh je!" Hans(z) sinkt schlafend aufs Kanapee. Die Sofadecke sie über ihm ausbreitet, sie dann leise aus Hans(z)ens Wohnung schreitet.
Momo ist also am Elster-Gymnasium angelangt, er angstvoll um seine Tochter bangt. Die steht da mit ihrem Radl, was ist defekt. Momo: "Da auch bestimmt der Engel dahintersteckt!" Antonia ist nur bass erstaunt, und ist wegen Momos Herbeikommen schlecht gelaunt. Der schraubt ab das Vorderrad, wohin mit dem restlichen Gestell, das steht auf einem anderen (Autoren-)Blatt. Sie steigt in Vatters Auto recht widerwillig, "Das bringen wir in Timos Werkstatt, ist aber nicht billig!" Neyla besucht nun ihren Mann im Knast, sie erzählt ihm ihm von ihrer Sorgenlast. Die Geschichte von der lesbischen Nordafrikanerin hatte doch sowieso weder Hand noch Fuß noch Sinn. Yussuf: "Weisst du was, Jamal hat folgenden Plan aufgezeigt, wenn bald eine deutsch-tunesische Hochzeit steigt, und zwar solltest du Klaus Beimer ehelichen zum Schein!" Doch lässt sich Neyla wirklich auf diese absurde Handlung ein!? Auch bei ihrem Heimweg dann aus dem Gefängnis, kommt sie mit ihrem Gewissen in arge Bedrängnis, denn welch' absurder Zufall, es kommt der Beimer Klaus just aus dem Wohngebäude der Nummer 3 heraus. Der Hase beginnt einen kurzen Schwatz, Neyla fühlt sich völlig fehl am Platz. "Nach Tunesien übers Mittelmeer, das ist meine Rückkehr, auch wenn es mir fällt sehr schwer!"
Antonia daheim ihre Pizza zerteilt, sie hätte sich am liebsten wieder abgeseilt. Doch Vattern Momo mit ihr spricht: "Bitte unterbrich mich jetzt nicht! Möchte dich um Entschuldigung bitten, dass du so lange hast unter meinem Stress gelitten! Ja, ich werde einer Vergewaltigung verdächtigt. Auch hier hat Robert Engel sich meiner bemächtigt! Bitte, Antonia, du magst mir vertrauen, bin unschuldig, magst du mich anschauen?" "Okay", meint der Teenager nun, lassen wir das Kriegsbeil ruh'n!" Momo: "Dein Radl hab ich auch repariert, was wohl mit dem restlichen Gestell in der Requisite passiert??"
Gabi fragt Helga: "Na, willste nun mit uns das Tanzbein schwingen? Du lernst dort viele einsame Leute kennen vor allen Dingen!" Helga: " Och nee, das ist nicht mein vorderstes Bestreben, war zweimal ernsthaft verliebt in meinem Leben!" Helga merkt auf: "Klaro, aber Erich ist tot, meinst du etwa Hans(z) - ja zapperlot! Willst du den wieder unter deine Fittiche kriegen, dann musst du aber erstmal Anna richtig besiegen!" Helga gießt zuviel Wasser in den Blumentopf, es scheint, Gabis Worte gehen ihr durch den Kopf. Iffi schlägt auch Timos Werkstatt vor, vergass sie doch glatt, sie hatte vor vielen vielen Jahren doch selbst eine Fahrradwerkstatt! Derweil schaut Momo aus dem Küchenfenster runter und in dieser Phase sieht er mal wieder Robert E., von der Laterne wird beleuchtet dessen lange Nase. Der Kerl beobachtet schon wieder das Haus, aber nun ermüden seine Glieder. Er steigt in sein Auto und er muss sich recken, was pflegt Momo momentan auszuhecken? Der schleicht sich ran wie der Winnetou in Bad Segeberg, und unternimmt sein rachegetriebenes Werk. Mit dem Elektro-Schocker versetzt er ihn durchs Autofenster einen Stoß, nur kurz röcheln kann der Engel bloß. Momo schiebt ihn auf den Beifahrersitz und fährt mit ihm davon in Dunkelheit wie ein geölter Blitz!
Die Folge heute "EINS, ZWEI, CHA CHA CHA, war durchaus spannend und auch realitätsnah. Liebe Autoren, ihr könnt ja nichts für die lange Pause - nein. Hier hat sich die ARD selbst gestellt ein Bein! Fünf lange Wochen muss ich als Fan nun warten, kann erst dann wieder meinen Gedichtsbeitrag starten!
Bis dannnnnn!!
bockmouth
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