Personen: Klaus Beimer....Moritz A. Sachs Momo Sperling...Moritz Zielke Helga Beimer...Marie-Luise Marjan Gabi Zenker...Andrea Spatzek Andy Zenker...Jo Bolling Jack Aichinger...Cosima Viola Tanja Schildknecht...Sybille Waury und andere
Buch: Michael Meisheit Regie: Dominikus Probst
Das ist die Nachricht, auf die Klaus seit langer Zeit gewartet hat: Die Detektei hat Mila gefunden. Sie hält sich mit Nastya und Tobias in Bolivien auf. Klaus möchte keine Zeit verlieren und bucht einen Flug nach Südamerika …
Tanja ist sauer auf ihren neuen Nachbarn. Der geheimnisvolle Fremde ist in ihre Wohnung eingebrochen und hat dafür eine abenteuerliche Erklärung geliefert. Was sucht der Mann bei Tanja?
Das Amt für Bewährungshilfe meldet sich bei Gabi und Andy. Ein gewisser Herr Pilsinger möchte sie gerne treffen. Das ist kein Geringerer als der Mörder von Gabis Sohn Max. Gabi ist aufgewühlt: Will sie wirklich noch mal mit der Tat konfrontiert werden?
... Klaus ist der typische Beimer. Keine Kohle auf der Naht, aber mal eben für 1500.- Tacken 'n Flug nach Bolivien buchen. Antonia interessiert ihn dann mal wieder nicht, aber das ist ja nichts neues für ihn. Auch ist seine Streitvermeidung grandios. Erstmal schreien ... die Leitung nach Bolivien ist ja auch lang. Da muß man schon mal lauter ins Telefon brüllen, damit es am anderen Ende noch verständlich ankommt.
Bei Ker bekommt erstmal 'ne Standpauke von Jack. Soso, sowas wie ihn braucht man nicht in der Straße. Es ist noch nicht so lange her, da hat sie die Menschen auch nicht anders behandelt und tut es teilweise heute noch so. Aber was für den einen in der LiStra gilt, zählt für den anderen noch lange nicht.
Andy bleibt seinem Lebensmotto treu ... ewig schwarze Unterhosen tragen. Ob er jetzt nach dem Anruf die alte Pistole wieder suchen wird?
Worum ging es denn hauptsächlich heute? Ist Gaby Z. des Wahnsinns fette Beute!
Doch beginnen wir mit der frühen Weckerklingel, es wacht auf Klaus, unser arbeitsloser Schriftsteller und Single. In der Küche sieht er Antonia sitzen und über eine mathematische Aufgabe schwitzen. Das Kind hat Nachholbedarf nach eigenem Ermessen, wie kann man sich nur selbst so stressen!
Klaus muss dann auch sein vollmundiges Versprechen, mit der Termite die neue Schule anzusehen, mal eben brechen. denn eine Riesen-Mail ist reingeschneit, mit Anhängseln von mehreren Megabyte. Mila hat man jetzt entdeckt, in Bolivien lebt sie nicht so ganz gut versteckt.
Der Biker - er ist von den Autoren noch immer nicht getauft, sich über Tanjas Bildnis die gestylten Haare rauft. Der Trick mit der zugefallenen Tür wird schon wieder strapaziert ohne Gebühr. Tanja geht das auf den Geist, des Bikers Feuermelderaktion findet sie noch immer reichlich dreist. Später dann muss Jack zur Notlüge greifen, das beendet dann auch Tanjas Keifen.
Andy hat ein neues Hobby, doch da hat er bei Gaby nicht die geringste Lobby. Billard mit Gustl pflegt er zu spielen, da kann er dann viele viele Karambolagen erzielen. Zwischendurch meldet sich die Münchner Bewährungsstelle, das beunruhigt Gaby Zenker natürlich auf alle Fälle.
Klaus bucht eiligst im Reisebüro die nächste Südamerika-Reise. Erich und Alex bedienen ihn ganz auf bekannte Listraweise: Sie sind nicht gerade sehr geschäftsorientiert, sie tun nichts, dass die Buchung ein großer Geschäftserfolg wird. Nein, sie schmälern ihren Gewinn, ich bald vom Sofa gefallen bin.
Jack und der unbenamte Biker sehen sich im Café Bayer, wieder ist es hier die alte Leier. Jack will alles von ihm wissen, doch der Biker ist doch sehr gerissen. So lässt sie sich im Tapas zum Kaffee einladen, doch auch hier hat der Biker keinen Redefaden. Sie beschimpft ihn dann, den Kerl, den geheimnisvollen, Jack geht nun auch mal in die Vollen. Sie tadelt seine Eigenschaften, die Kritik bleibt am Biker wirklich haften.
Klaus braucht für Bolivien 26 Stunden, hoffentlich kann er solange ruhig sitzen mit seinen vielen Pfunden. Glucke Helga würde am liebsten mit ihm fliegen, aber da würde der Hase einen Knall wohl kriegen... Nastya ist mit Mila in Bolivien geblieben, denn dieses Land hat die Haager Konvention nicht unterschrieben.
Gabi hat sich unterdessen nicht geziert und mit der Bewährungshilfe München telefoniert. Pilchinger, Maxls Mörder kommt bald aus dem Knast. Egal, ob das nun den Zenkers passt. Im Lindenstraßen-Treppenflur treffen sich Maxl-Gabi und Mila-Helga pur. Während Andy Billardkugeln stösst, sitzt Gabi zu Hause, traurig und in Tränen aufgelöst. Irgendwann kommt Andy dann nach Haus vom Sport, und redet vom Sieg über Gustl in einem fort. Und ist Gabi denn nur ganz gescheit, sie erzählt ihm erst über Pilchinger die Unwahrheit. Doch dann kann sie nicht mehr an sich halten und heult, da kann Andy nicht erkalten. Sie will sich treffen mit dem Unhold, kein Wunder, dass Andy ihr nicht gerade Beifall zollt.
Die Folge heut' war sportlich cool. Welche Art Billard spielt Andy, etwa Pool? Liebe Autoren, ihr gabt euch keine Blöße und zeigtet viele Billard- und Denkanstösse.
Eine wirklich sehenswerte Folge heute. Obwohl ja eigentlich nicht so viel passiert ist, hat die Folge aber doch einiges in die Wege geleitet und der Strang mit Max' Mörder könnte spannend werden. Die Rückblenden haben mir gefallen, obwohl ich das talenlose Max-Kind nie mochte und nicht vermisse. Aber Rückblenden finde ich immer gut. Und schön, dass auch Timo mal wieder erwähnt wurde. Er ist also noch nicht in Vergessenheit geraten und könnte eines Tages auch mal wieder auftauchen - auch wenn es bei ihm noch nicht soweit ist mit Bewährung.
Mein Highlight war natürlich wieder der Biker, obwohl er auch heute wieder zu angezogen war, aber trotzdem toll. Valentin Schreyer ist echt ein Brüller!
Die Ansage von Jack an den Biker fand ich gut, wobei ich den finsteren Verdacht habe, dass das Perlen vor den Eber geworfen ist. Der wird so schnell kein Mensch werden. Die Maxlmördergeschichte könnte doch spannend werden, wobei ich mich frage, was der sich davon verspricht. Wahrscheinlich ist das Teil seiner Therapie, dass er sich entschuldigen muss . Ansonsten ist mir heute das erste Mal so richtig aufgefallen, dass Antonia zu Momo "Papa" sagt und zu ihrem Adoptivvater "Klaus".
Wenn die Tochter Nastyas Charakter geerbt hat, sollte Klausi drei Kreuze machen, eine dicke Kerze spenden und FROH sein, daß diese Nachwuchsnastya weg ist!
Steinburger hat geschrieben:Bei Ker bekommt erstmal 'ne Standpauke von Jack. Soso, sowas wie ihn braucht man nicht in der Straße. Es ist noch nicht so lange her, da hat sie die Menschen auch nicht anders behandelt und tut es teilweise heute noch so. Aber was für den einen in der LiStra gilt, zählt für den anderen noch lange nicht.
Genau das habe ich in dem Moment auch gedacht, aber ich mag meine Jack trotzdem.
Ach doch, die Folge war ganz nett. Die sich langsam anbahnende Annäherung zwischen Jack und dem Mopedfahrer gefällt mir schon mal gut. Da geht noch was! Was Klaus erreichen möchte, ist mir nicht ganz klar, ich kann aber verstehen, dass er nach Bolivien fährt, wer würde das wohl nicht tun. Letztendlich denke ich aber, dass Mila bei Nastya besser aufgehoben ist. Ein Gespräch mit dem Mörder des Kindes lehnt Andi ab, auch das nachvollziehbar. Ich glaube aber fast, dass Gabi einbricht und mit dem großem Herzen doch die Entschuldigung annimmt. Mal schauen, was da noch so kommt. Dass der Mopedfahrer so hemmungslos im deutschen TV rauchen darf - da gibt es sicher bald Beschwerden und Klagen?
Messi hat geschrieben: Ein Gespräch mit dem Mörder des Kindes lehnt Andi ab, auch das nachvollziehbar. Ich glaube aber fast, dass Gabi einbricht und mit dem großem Herzen doch die Entschuldigung annimmt. Mal schauen, was da noch so kommt.
Ich finde allein den Anruf dieses Bewährungshelfers ungeheuerlich. Der Täter will sich bei den Eltern für den Mord an ihrem Kind entschuldigen... Das wird der Mutter mal so eben nebenbei am Telefon mitgeteilt. Sowas kann man doch nicht entschuldigen, verzeihen vielleicht, aber entschuldigen? Mag sein, dass ich mich jetzt zu sehr an Spitzfindigkeiten fest halte, aber wenn es zu einem Kontakt zwischen Täter und den betroffenen Eltern kommt, dann sollte die Initiative meiner Meinung nach von den Eltern ausgehen und nicht vom Täter.
Endlich mal eine richtige Lindenstrassenfolge. Jack, die ich eigentlich nicht so mag, hat mir auch so richtig gut gefallen. Die Dialoge waren wirklich niedlich zwischen ihr und dem B.R. Krasse Sache, dass die Mordstory hervorgeholt wird. Gabi könnte man wahrhaftig zutrauen, dass der Glaube sie dazu bringt, ihm zu vergeben. Schaurig, wenn man jetzt mal annimmt, das wäre eine wahre Geschichte. Ich fand die Mäxchen Rückblenden schön, auch wenn mir die Rückblenden in letzter Zeit zu gewollt oft kommen. Bei so einer Geschichte finde ich es gut. Viel mehr war ja nicht außer Bolivien. Ich fand das ziemlich unclever von Klaus, bei Nastja vorher anzurufen. Langsam müsste er doch wissen, wie Nastja reagiert. Antonia ist nur zweite Wahl... Wäre ganz interessant, wenn Mila wieder da wäre. Das würde Antonia evtl. gar nicht so gefallen. Aber auch so, so richtig passt sie irgendwie nicht in den Männerhaushalt. Der spätere Schaden wird angelegt...
Alice hat geschrieben: Ich finde allein den Anruf dieses Bewährungshelfers ungeheuerlich. Der Täter will sich bei den Eltern für den Mord an ihrem Kind entschuldigen... Das wird der Mutter mal so eben nebenbei am Telefon mitgeteilt. Sowas kann man doch nicht entschuldigen, verzeihen vielleicht, aber entschuldigen? Mag sein, dass ich mich jetzt zu sehr an Spitzfindigkeiten fest halte, aber wenn es zu einem Kontakt zwischen Täter und den betroffenen Eltern kommt, dann sollte die Initiative meiner Meinung nach von den Eltern ausgehen und nicht vom Täter.
Naja, ich kann mir wiederum nicht vorstellen, dass Eltern einem Mörder ihres Kindes von sich aus verzeihen wollen. Ich muss sagen, ich finde den Strang ziemlich spannend. Aber auch absolut gruselig. Ich meine, das war doch so abartig, was da um den Mord damals noch drumherumerzählt wurde.
Alice hat geschrieben:Ich finde allein den Anruf dieses Bewährungshelfers ungeheuerlich. Der Täter will sich bei den Eltern für den Mord an ihrem Kind entschuldigen... Das wird der Mutter mal so eben nebenbei am Telefon mitgeteilt. Sowas kann man doch nicht entschuldigen, verzeihen vielleicht, aber entschuldigen? Mag sein, dass ich mich jetzt zu sehr an Spitzfindigkeiten fest halte, aber wenn es zu einem Kontakt zwischen Täter und den betroffenen Eltern kommt, dann sollte die Initiative meiner Meinung nach von den Eltern ausgehen und nicht vom Täter.
Hey Du, nää ... das wird eine total politisch korrekte Sozialpädagogennummer, Du. Total gutmenschlich wird das dann bei Erdbeer-Gurken-Ingwertee nach HWG-Art durchdiskutiert und alle haben sich dann furchtbar lieb, Du, weißt Du.
Das war schon bei der Bewährungsgeschichte mit Orkan und Andy so, aber das schlägt dem Fass den Boden aus! Die Zenkers sind aber auch gebeutelt, sowohl von Verbrechen als auch von der Justiz...
Klausi kann ich verstehen, das würde wohl jeder machen. Ich finde auch nicht, dass er Antonia schlecht behandelt hat, die Sache ist dann doch wichtiger, als sich eine verwaiste Schule in den Sommerferien anzugucken. Was er in Bolivien machen will, da darf man dann wohl mal gespannt sein, freiwillig wird Nastya das Kind wohl nicht rausrücken.
Andy kann ich auch verstehen, da gäbe es für mich auch nichts zu diskutieren. Ich weiß auch nicht, wie so ein Gespräch die Trauer um das tote Kind irgendwie erleichtern würde oder sie gar beenden könnte.
Diese Bikerstory plätschert als amüsanter Nebenstrang ein bisschen mit, ist schon sehr soapig.
Ich fürchte ohne Entführungsversuch wird Klausi nichts erreichen. Allerdings wäre der auch so gut wie unmöglich, denn Nastja ist ja nicht doof und nun hat sich Klausi ja sogar durch das Telefonat angekündigt. Die werden quasi auf ihn warten. Ich an seiner Stelle hätte wenigstens eine zweite Person mitgenommen, um erstensmal alles zu dokumentieren und zweitens als Ablenkung, um vielleicht doch mal ungestört an seine Tochter zu kommen. Vielleicht verschwindet Klausi ja in Bolivien.
gossenfilosof hat geschrieben: Andy kann ich auch verstehen, da gäbe es für mich auch nichts zu diskutieren.
Ich verstehe Andys Haltung sogar besser als die von Gabi. Bin gespannt, wie die Thematik weitergehen wird.
Ich finde ja, dass B.R. auch Marcellas Typ sein könnte. Der hat sowohl bezgl. seiner fanatisch mysteriösen Art als auch äußerlich Ähnlichkeit mit Timo Z.